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Pflegekonzept

Zielsetzung

Das einrichtungsinterne Pflegekonzept ist Handlungsorientierung für alle Mitarbeiter/innen, die am Pflegeprozess beteilig sind. In erster Linie präzisiert und regelt es Sicht-, Organisations- und Arbeitsweisen im Pflege-, Versorgungs- und Betreuungsbereich der Einrichtung. Die erbrachten Dienstleistungen werden in ihrer Qualität stets kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. Diesbezüglich findet der P-D-C-A-Zyklus in der Einrichtung Anwendung.

1. Struktur des ambulanten Pflegedienstes

a) Trägerschaft und Betriebsform
Deutsche Gesellschaft bürgerlichen Rechts
Ulrike Marx- Wenzke und Ann-Kathrin Wenzke GbR
b) Standort/ Räumlichkeiten/ Ausstattung
Die Geschäftsräume befinden sich in der Daimlerstraße 12; 61352 Bad Homburg.
Sie verfügen über einen Gemeinschaftsbüroraum mit Konferenztisch, 4 Arbeitsplätzen und einem Empfangsbereich; einer Küche; einem Duschbad; einer zusätzlichen Toilette; einem Lagerraum; sowie einem Büroraum mit einem Arbeitsplatz. Unsere Büroräume sind barrierefrei zu erreichen.

1.1. Mitarbeiterstruktur

1 Altenpflegerin, palliativ care Fachpflegekraft, Pflegedienstleiterin, Betriebsinhaberin, Vollzeit
1 Altenpflegerin, QM- Beauftragte, Pflegedienstleitung ambulanter Pflegedienst, stellvertretende Pflegedienstleiterin, Vollzeit
1 freie Mitarbeiterin, Leiterin der Verwaltung
1 Gesundheits- und Krankenpflegerin, Betriebsinhaberin, Teilzeit
1 Dipl. Pflegewirt, Pflegeberater nach §7a +§45, QMB, Vollzeit
1 Gesundheits- und Krankenpflegerin, Vollzeit
1 Altenpflegerin, geringfügig beschäftigt
1 Pflegehelferin, Vollzeit
4 Pflegehilfskräfte, Teilzeit
1 Pflegehilfskraft, Vollzeit
3 Bürohunde, Betreuungsassistenz, Voll-/ und Teilzeit

1.2. Sachliche Ausstattung/ Fuhrpark

Unser Pflegedienst verfügt über modernste Telekommunikations- und vernetzte PC-Ausstattung incl. adäquater Software (s. Organisation der Pflege und Betreuung), DSL-Anschluss und Rufweiterschaltung auf mobile Kommunikationsmittel wie Smartphones oder Tablet-PCs, E-Mail, Fax, Kopierer.
Unseren Mitarbeiter/innen stehen ausreichend aktuelle Kleinwagen als Dienst-PKW zur Verfügung mit Ausstattung wie Pflegekoffer, MRSA-Hygienekoffer, Schutzkleidung und Warnwesten, Pflegeverbrauchsgüter zur Verfügung.
Ein kleines Depot an Pflegehilfsmitteln, sowie Verbandsmaterialien ist ebenso vorhanden, wie Schulungsmaterialien, Fachbücher und ausreichend Büromaterialien zum Verbrauch.


Aufbau-/Ablaufstruktur

Unser Pflegedienst verwendet ein softwaregestütztes Dokumentationssystem: BoS&S

Kostenvoranschlag
• Zentrale Preis-Verwaltung, blitzschnelle Preis-Updates, neue Budgets PSG II
• Kombination ambulant – Tagespflege – Betreuungspflege
• Angebotskalkulation beim Erstgespräch am Tablet
Klientenakte
• Stammdaten übersichtlich und vollständig
• Kontaktdaten und Korrespondenz immer griffbereit
• Finanzierung und Vertragsdetails auch mandantenübergreifend
Auftragsplan
• Wirtschaftliche und organisatorische Planung von Leistungen und Zeiten
• Umsatz und Kosten jederzeit im Überblick
• Integrierter Soll-/Ist-Abgleich mit Rückgriff auf Pflegebericht und MDE
Verordnungsverwaltung
• Automatische Fristüberwachung mit Erinnerungsfunktion
• Anforderung von Folgeverordnungen mit optionalem Musterdruck
• Vermeidung von Abrechnungsfehlern durch Überwachung von Bewilligungen

2.1. Interne Kommunikation und Personalentwicklung

Zusätzlich zu der Software-Lösung am PC nutzen wir den CareAssist der BoS&S GmbH
Dieses Programm führt alle Kernfunktionen der BoS&S im mobilen Bereich fort. Jede/r Mitarbeiter/in ist mit einem personalisierten Smartphone ausgestattet und nutzt die Funktionen der Software:
o Einbettung der Nachrichtenfunktion (alles in einer Anwendung)
o Pflegeberichte in der Übergabeansicht
o Tourenplan mit Stammdatenzugriff
o Möglichkeiten Nachrichten zu senden und zu empfangen
o Wunddokumentation
o Einbindung des Fahrtenbuchs
o Informationen über den eigenen Dienstplan
o Schlüssellisten
o Schnellzugriff auf die Berichtserstellung
o Änderungsfunktion bei „Stop“ Funktion und Schnellzugriff auf Pflegeberichte
o Komplette Offlineverfügbarkeit (Arbeiten auch ohne Internet möglich)
o Fotodokumentation und Audioaufnahme
o Navigation
o Information über Soll und Ist Arbeitszeit
o Einsatz/-beginn und – ende
o Leistungsnachweis

2.1.1. Wir bieten unseren Mitarbeiter/n/innen:

➢ Tägliche persönliche Erreichbarkeit der Pflegedienstleitung ab Beginn der Frühdiensttour telefonisch, ab 8:00 Uhr im Büro.
➢ Dienst-/ Mitarbeiterbesprechung alle drei Wochen im Anschluss an die Frühdiensttouren im Büro
➢ Tägliche Dienstübergabe: Tourenplanrelevante Termine werden in einem Kalender im Büro festgehalten, dort auch Info für MA bei kurzfristigen Änderungen des Tourenplans. Wichtige Übergabe zu den Kunden per Berichte- Blättern, vor Ort beim Kunden, über Nachrichten in der BoS&S Care Assist auf dem Smartphone; Für persönliche Übergaben von Mitarbeiter/in zu Mitarbeiter/in plant die PDL zu jeder Tour extra Koordinationszeiten im Büro ein.
➢ Dienst-/ und Wunschplan hängen am schwarzen Brett monatlich zur freien Einsicht aus
➢ Alle Aufgaben und Verantwortungsbereiche sind klar geregelt und transparent
➢ Wir praktizieren einen kooperativen Führungsstil
➢ Wir beraten Mitarbeiter/innen fachlich und führen regelmäßig individuelle Mitarbeitergespräche
➢ Wir arbeiten neue Mitarbeiter/innen nach einem Einarbeitungskonzept ein
➢ Für alle Mitarbeiter/innen gibt es für das jeweilige Aufgabenprofil schriftliche Stellenbeschreibungen
➢ Für alle Mitarbeiter/innen werden jährlich innerbetriebliche Fortbildungsveranstaltungen angeboten. Externe Fortbildungswünsche werden zu Beginn des Jahres, im Rahmen einer Mitarbeiterbesprechung, ermittelt und können Gemäß Anspruch auf Bildungsurlaub und gemäß Maßgabe der Leitung besucht werden.
➢ Alle festangestellten Mitarbeiter/innen haben ein eigenes namentlich zugeordnetes Mitarbeiterfach
➢ Das QM-System wird unter Einbeziehung aller Mitarbeiter/innen schriftlich umfassend dokumentiert und nachgehalten (QM- Handbuch, Protokolle der Dienstbesprechungen)
Für alle Mitarbeiter/innen des Pflegedienstes ist die aktive Mitarbeit im Qualitätsmanagement eine Selbstverständlichkeit, da sich unser Unternehmen als dauerhaft lernende Organisation betrachtet, die sich im kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) befindet.

2.1.2. Teamarbeit und vernetzte Kooperation

• Wir arbeiten im interdisziplinären Team, zusammen mit Haus- und Fachärzten, Palliativmedizinern, Sozialdiensten, Sozialarbeitern, Psychologen, Physiotherapeuten, Seelsorgern, Sanitätsfachhändlern, Wund-/ Stoma-/ Ernährungsmanagern, Apotheken, ambulanten Einrichtungen, Haushaltshilfen und ehrenamtlichen Helfern.
• Wir unterstützen uns gegenseitig, akzeptieren unsere Grenzen, unsere Stärken und Schwächen. Wir arbeiten und kommunizieren offen miteinander
• Wir sind durch die kostenträger zugelassener und anerkannter, ambulant und palliativpflegerisch tätiger Pflegedienst


3. Leistungsangebot

3.1. Grundpflege nach SGB XI

Grundpflege nach SGB XI
Die individuelle Pflege bei Ihnen zu Hause ist eine unserer Stärken. In der Grundpflege unterstützen wir Sie und Ihre Bezugspersonen zu Hause.
• Waschen, duschen, baden
• Hilfe beim An-/ und/oder Ausziehen
• Lagerungen und Transfer
• Prophylaktische Vorsorgemaßnahmen
• Inkontinenzversorgung
• Mahlzeiten zubereiten und anreichen
• Sondennahrung verabreichen

3.2. Mitarbeit bei ärztlicher Diagnostik und Therapie

Behandlungspflege nach SGB V
Zur Unterstützung Ihrer ärztlichen Versorgung sind wir in ganz enger Zusammenarbeit mit Ihrem Arzt oder Facharzt für Sie da! Diese Hilfen sind in einer Richtlinie (§92 Krankenversicherungsgesetz) genau beschrieben und können nur über Ihren Arzt verordnet werden.
• Operationswundenüberwachung und -versorgung
• Häusliche Betreuung nach der Krankenhausentlassung bzw. Unterstützung im täglichen Leben
• Injektionen/Insulineinstellungen
• Medikamente verabreichen und überwachen
• Blutdruckkontrolle und Blutzuckertest
• Kompressionsverbände o. -strümpfe
• Verbände, Wundversorgung
• Medizinische Einreibung
• Versorgung von Trachealkanülen
• Parenterale Ernährung
• Stomapflege
• Einläufe
• Katheterwechsel und -pflege
• Blasenspülung

3.3. Hauswirtschaftliche Unterstützung

Viele alte, behinderte oder kranke Menschen müssen ihre Wohnung aufgeben, weil sie die Hausarbeit alleine nicht mehr bewältigen können. In vielen Fällen kann ein wenig Hilfe jedoch den verfrühten Umzug in ein Heim vermeiden. Und genau hier greift unser Pflege- und Betreuungsdienst:
Vielleicht benötigen Sie auch Hilfe zur Nachversorgung nach einem Krankenhausaufenthalt im Bereich Hauswirtschaft? Wir helfen Ihnen gerne bei der Bewältigung Ihres Haushaltes
• Betten machen, beziehen
• Reinigung der Wohnung
• Spülen, aufräumen
• Fenster putzen
• Einkaufen
• Besorgungen
• Wäschepflege
Wir bieten Ihnen unsere Hilfsdienste im Haushalt an allen Werktagen an.

3.4. Individuelle pflegebegleitende Leistungen

• Betreuungsdienste (Leistungen in diesem Bereich wurden von uns gesondert in unserem Betreuungskonzept beschrieben)
• Haustierversorgung
• sozialrechtliche Beratung
• Botengänge
• Spaziergänge
• Begleitung bei Aktivitäten

3.5. Beratungsleistungen

• Beratungsbesuche n. § 37 Abs.3 SGB XI bei Geldleistungen der Pflegeversicherung („Pflegegeld“). Diese Besuche sind gesetzlich vorgeschrieben, wenn ein Pflegebedürftiger von Angehörigen gepflegt und versorgt wird. Der Pflegekasse sind je nach Pflegestufe, in Pflegestufe I u. II 2 x jährlich, in Pflegestufe III 4x jährlich die Pflegeberatungsbesuche nachzuweisen. Der Pflegebedürftige bzw. dessen Angehörige muss sich selbst einen zugelassenen Pflegedienst aussuchen, der diese Pflegeberatungsbesuche ausführt. Die Kosten für die Pflegeberatung trägt die Pflegekasse.
• Individuelle Beratungen
• Pflegehilfsmittelberatung
• Hilfe bei Antragsstellungen, z.B. bei Pflegekassen, Krankenkassen, Sozialamt…
• Begleitung bei MDK-Gutachten bzgl. der Einstufung

3.6. Ambulante palliative Versorgung sowie Intensivmedizinische Leistungen

• Die Ausführung von ärztlichen Verordnungen nach § 132 SGB V für
intensivmedizinische Behandlungspflege sowie nach Einzelfallkostenentscheidungen mit den Krankenkassen:
• parenterale Ernährung
• Portversorgung
• Pflege und Wechsel von Trachealkanülen usw
• Spezialisierte Ambulante Palliativ Versorgung
• Intensivmedizinische Pflege entsprechend den Einzelfallkostenentscheidungen mit den Pflegekassen
• Betreuung und Begleitung sterbender Menschen und deren Angehörigen.
• 24 stündige, persönliche Erreichbarkeit
• Hilfe bei sehr schneller Beschaffung von Pflegehilfsmitteln, Verbandsmaterialien und Medikamenten in Zusammenarbeit mit den Palliativ Teams, sowie Wund-/ und Hilfsmittelmanagern der Sanitätshäuser